Neues vom Kirchturmgockel

 

 

Wow, ein weiteres Juwel wurde mit dem in italienischem Flair gehaltenen Ristorante „Vivere“  (deutsch: Leben)  in die Krone des Otterstadter Königsplatzes eingefügt.



Ältere erinnern sich ganz sicher noch an zwei Artikel in der Rheinpfalz im Jahr 1985 zum „neuen“ Königsplatz aus der Perspektive des Kirchturmgockels. Es ging damals um die Frage: Wie wird er künftig  aussehen? Welche Gestalt erhält der „Stickelspitzerbrunnen“?

 

 

Beinahe 30 Jahre danach kann ich nur bestätigen was viele Otterstadter, aber auch Besucher von außerhalb, beim Anblick des zentralen Glanzstückes denken:

 

                           einfach Klasse




Nicht ganz so gewaltig wie das –vorläufig?- letzte Juwel, war das Kleinod, welches zwischen Remigiushaus und Kindergarten/Schwesternhaus eingebettet wurde. Benannt nach dem Mann, der mit ganzer Kraft seine Handschrift eingebracht hat:

 

Bürgermeister

Erich Flory Platz

 

 

Unglaublich schön auch die detailgetreue Restaurierung des Innenraumes der Katholischen Kirche. Das Bauwerk aus dem 19ten Jahrhundert ist ein einmaliger Blickfang, wenn man auf sein kulinarisches Werk aus dem 21ten Jahrhundert wartet.

 

 

Halt! Da war doch noch was. Die Pioniere aus der „Kurpfalzkaserne“ Speyer haben einen größeren Stein hinterlassen. Gleich neben dem Stickelspitzerbrunnen. Die abgewandte Seite macht es mir unmöglich die Inschrift zu erkennen. Wissen sie was? Kommen sie einfach vorbei und lesen selbst was da steht.



Ich könnte mir noch eine Verschönerung vorstellen. Die in die Jahre gekommene Beleuchtung, auf deren Glaskugeln sich einiges an Schmutz angesammelt hat, könnte einer modernen Bodenbeleuchtung weichen. Vielleicht gar mit Lasertechnik und in Farbe?

 

Etwas darf ich aber auch nicht vergessen, den Maibaum. Den 35sten stellten viele wackere, junge und jung gebliebene Männer, die sich selbst „die  Otterstadter  Holzböck“ nennen. Erstaunlich mit welcher Routine sie inzwischen zu Werke gehen und, trotz starkem Regen, ruck zuck die 19 m hohe Tanne aufrichteten. Die Resonanz an Zuschauern war wieder schwach, sehr schwach. Auch fehlt es an musikalischer Unterstützung. Abhilfe wäre sicherlich möglich.

 

 

Ein Augenschmaus ist der jährlich wiederkehrende Weihnachtsmarkt. Geradezu eingerahmt ist der Kern des Königsplatzes von allerlei geschmückten Ständen mit reichhaltigen Angeboten an weihnachtlichen Dekorationen. Für das Leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt. Die verschiedensten Düfte steigen schon früh in meine Nase und verursachen eine Pfütze auf meiner Gockelzunge.  Besinnlich und tief beeindruckend wird es bei Dunkelheit, wenn die aus meiner Höhe wie Glühwürmchen aussehende zusätzliche Beleuchtung an Wirkung gewinnt. Mir wird dann immer ganz warm.

 

Mein persönliches Fazit:

Ich bin mit der Gestaltung und Nutzung sehr zufrieden und glücklich.

 

Zu meinen Füßen liegt ein wahrlich königlicher Platz.

 

 

Text und Bilder© :

Erich Kuhn,  Mittelgasse 19,  67166 Otterstadt im Juni 2014

 

 

So sah es vor etwa 40 Jahren aus…………………..